Proben für die Überführung

 

Bereits im März dreht die Laienspielschar einen kleinen Werbefilm für ihr neues Stück „Die Überführung“. Nun haben die Proben auf der Naturbühne in Neuhaus begonnen.

Hannes Rupprecht (sitzend, links) und Karlheinz Budnik (sitzend, rechts) spielen die Hauptrollen in dem Stück „Die Überführung“. Allerlei Hexen und Gestalten, die nur zur Sonnwende ihr Unwesen treiben, kreuzen ihren Weg. Premiere feiert die Laienspielschar am 21. Juni im Burghof Neuhaus.

Bild: Lowak

von Michaela Lowak

Der Spaziergänger, der Mitte März in der Nähe der Oberbaumühle sein Auto abstellte, staunte zunächst nicht schlecht, als er plötzlich zwei Männer mit langen Armeemänteln, Stahlhelmen am Kopf und Sturmgewehren über die Wiese laufen sah. Als auch noch ein Kameramann hinterher sprintete, war die Sache klar: Da dreht irgendjemand einen Film. Die zwei Soldaten waren Hannes Rupprecht und Karlheinz Budnik, der Mann hinter der Kamera Christian Mayerhöfer.

Auf ihrer Homepage weckt die Laienspielschar mit dem Trailer in 3:28 Minuten das Interesse für das neue Stück im Juni auf der Naturbühne am Fuße der Burg Neuhaus. „Dabei handelt es sich nur um die Vorgeschichte“, erzählt Hannes Rupprecht, der sich wie im vergangenen Jahr die Regie mit Christian Mayerhöfer teilt. Die eigentliche Handlung spielt nicht im Ersten Weltkrieg, sondern in der Zeit danach. Ein Gelübde, dass die Soldaten in der Schlacht von Verdun leisten, bildet den Ausgangspunkt für die Theateraufführung der Laienspielschar.

Kurz zur Handlung: Die beiden Freunde, der Schexbräu, ein Brauereibesitzer und der Bauer Martl, haben sich geschworen, einmal jährlich nach Altötting zu pilgern und im Leben nie mehr zu arbeiten, wenn sie der Kriegshölle lebendig entkommen. Zwar kehren sie nach Hause zurück, der eine ohne Arm, der andere mit nur einem Auge und einem Kopfschuss – aber sie finden nicht mehr in ihre alte Welt zurück. Sie sind überall als Säufer verschrien, weil sie durch alle Wirtschaften der Umgebung ziehen. Das Magenleiden des einen betäuben sie so lange mit Alkohol und abergläubischem Schnickschnack, bis es unheilbar wird. Der Bauer Martl stirbt nach der viel zu späten Operation.

Der Schexbräu überführt den Leichnam mit der Pferdekutsche vom Krankenhaus in Altötting ins Heimatdorf. Doch als die Trauergemeinde am offenen Grab steht, ist der Sarg immer noch nicht da.

Das Publikum darf gespannt sein, auch auf einige Requisiten. So steht zum Beispiel eine alte Kutsche auf der Bühne, die bis in die 1940er Jahre im Einsatz war. Die Armeemäntel sind ebenfalls alte Originalmäntel. Die Drehbühne, die immer wieder gute Dienste leistet, ist bereits aufgebaut. Die Hauptrollen spielen Hannes Rupprecht (Bauer Martl) und Karlheinz Budnik (Schexbräu). Außerdem sind mit dabei: Ludwig Müller (Pfarrer), Renate Schönberger (Frau vom Schexbräu), Karin Prucker (Witwe von Martl), Kerstin Schandri (Schnaps-Burgl). Weitere Nebenrollen besetzen Ramona Schricker (Klosterschwester) und Gerald Wildgans (Sanitätsrat aus Biburg). Auch der Nachwuchs ist mit eingebunden. Jakob Haberkorn spielt den Sohn des Verstorbenen und soll dafür sorgen, dass der Schexbräu während der „Überführung“ nicht in jedem Wirtshaus einkehrt.

Da das Stück zur Zeit der Sonnwende spielt, werden Hexen und Perchten den Burghof heimsuchen. Die furchterregenden Masken sind dafür extra angeschafft worden.

Premiere ist am Freitag, 21. Juni, um 20 Uhr. Weiter Aufführungen sind am Freitag, 28. Juni, 20. Uhr, Samstag, 29. Juni, 20 Uhr und Sonntag, 30. Juni, 18 Uhr. Karten gibt es bei nt-ticket.de und bei Elektro Hecht in der Hauptstraße.

 

Michaela Lowak – Der Neue Tag

www.laienspielschar.com

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