Laienspielschar feiert gelungene Premiere

Wie kann man in einem Theaterstück traumatische Kriegserlebnisse aufarbeiten und gleichzeit das Publikum bestens unterhalten? Der Laienspielschar Windischeschenbach ist das gelungen.

Der Schexbräu (Karlheinz Budnik, Zweiter von links) und sein Freund Martl (Hannes Rupprecht, rechts) pflegen einen liederlichen Lebenswandel. Nur zu gerne kehren sie in der Schenke von Schnapsl-Burgl (Kerstin Schandri, links) und Tochter Rosi (Julia Budnik, Zweite von rechts) ein.

von Michaela Lowak

Alle zwei Jahre verwandelt sich der Platz am Fuße des Butterfassturms in ein großes Freilichttheater, wenn die Laienspielschar ein neues Stück präsentiert. „Die Überführung“ von Georg Lohmeier steht diesmal auf dem Spielplan. Es geht um zwei Freunde, die den Ersten Weltkrieg überlebt haben, aber seitdem im wahren Leben nicht mehr zurechtkommen. Durchzechte Nächte und Liebeleien prägen ihren Tagesablauf. Von Arbeit und Familienleben wollen sie nichts mehr wissen.

Hannes Rupprecht und Christian Mayerhöfer ist es gelungen, die scheinbar schwere Kost so zu inszenieren, dass das Publikum einen unterhaltsamen Theaterabend erlebt, an dem auch viel gelacht werden kann.

Dazu tragen auch die Schauspieler bei, allen voran in den Hauptrollen Karlheinz Budnik und Hannes Rupprecht, die mit Wandlungsfähigkeit und Leidenschaft die beiden Kriegsveteranen mimen. Gelegenheit, das Stück anzuschauen, bietet sich an weiteren drei Termine am 28., 29. und 30. Juni. Karten im Vorverkauf gibt es bei nt-ticket.de.

Der Pfarrer (Andreas Kurz) prangert in seiner Predigt das Lotterleben an.

Immer wieder wird der Schexbräu von schrecklichen Kriegsversionen geplagt. Die tauchen auf der Bühne in Form von vier Soldaten mit Totenkopfmasken auf.

Dr. Isidor Bitterauf (Gerald Wildgans, Mitte) rät Martl dringend zur Operation in einem Krankenhaus in Altötting.
Der neue Tag am 22.6.2019

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