In diesen Tagen, kurz vor Weihnachten, haben wir erfahren, dass unser langjähriges Mitglied und guter Freund Christian Höllerer verstorben ist.

Christian hat zusammen mit Norbert Neugirg maßgeblich dazu beigetragen, dass aus der Interessengemeinschaft Laienspiel im Jahr 2002 der eingetragene Verein Laienspielschar Windischeschenbach geschaffen wurde. In den Jahren danach war er bei uns immer wieder als Regisseur tätig.

Wir durften mit ihm Theaterstücke auf die Bühne bringen, die uns allen in lebhafter Erinnerung geblieben sind:

2003 „Die Kreuzelschreiber“, zuerst im Pfarrheim, dann auf der Burg Neuhaus und letztendlich an einem sehr heißen Sommerabend bei einem Gastspiel in Grünsfeld.

2004 „Magdalena“ am Schafferhof und wiederum auf Burg Neuhaus „Kerryhof“

2006 dann noch einmal auf Burg Neuhaus „Der Holledauer Schimmel“.

Aber auch als 2007 mit der Gründung des „Oberpfalz Theaters“ sein Wirken als Regisseur bei uns zu Ende war, blieb uns Christian weiterhin freundschaftlich verbunden.

Ludwig Müller und ich hatten in den Jahren danach noch zweimal die Gelegenheit, mit ihm beim „Oberpfalz Theater“ auf der Bühne zu stehen.

2012 in „Die Witwen“ von Ludwig Thoma im ehemaligen Festsaal des

Bezirkskrankenhauses Wöllershof und ich 2014 und 2015 im Freiland- Museum Perschen Oberpfalz bei dem Thoma-Stück „Der Wittiber“.

Eine gemeinsame Zeit, die wir nicht missen möchten.

Dafür ein herzliches Vergelts Gott!

Lieber Christian, da nun der Vorhang deines Erdendaseins zum letzten Mal gefallen ist, wünschen wir Dir – und einmal auch uns: Wenn alle Trauerreden gehalten, alle Worte des Dankes und der Anerkennung gesagt, alle ehrenden Nachrufe geschrieben und aller Applaus verklungen ist, dass dann ein liebender Gott erneut einen Vorhang für uns öffnen möge, für ein neues Spiel des Lebens in seiner Ewigkeit. Vielleicht mag jetzt der eine oder die andere denken: Alles Illusion und schöner Traum, aber was wäre das Drama oder die Komödie unserer Lebens ohne sie….?!

 

Oberbaumühle, an Weihnachten 2020

Für die Laienspielschar Windischeschenbach

Hannes Rupprecht.