Theatersaison 2019

Es handelt sich um die zugleich skurrile wie tragische Geschichte zweier Freunde. Der Schexbräu, ein ländlicher Brauereibesitzer und der Bauer Martl. In ihrem Heimatdorf haben sie schon gemeinsam die Schulbank gedrückt und Lausbubenstreiche ausgeheckt.

Ihre glückliche Kindheit wird jäh durch den 1. Weltkrieg beendet, in dem die beiden vor Verdun kämpfen müssen. In dieser Schlacht leisten sie ein Gelübde: Einmal jährlich wollen sie nach Altötting wallfahren und im Leben nie mehr arbeiten, wenn sie dieser Hölle lebendig entkommen.

Zwar kehren sie nach Hause zurück, der eine ohne Arm, der andere mit nur einem Auge und einem Kopfschuss – aber sie finden nicht mehr in die alte Welt zurück. Sie sind überall als Säufer verschrien, weil sie durch alle Wirtschaften der Umgebung ziehen. Das Magenleiden des einen betäuben sie so lange mit Alkohol und abergläubischem Schnickschnack, bis es unheilbar wird. Der Bauer Martl stirbt nach der viel zu späten Operation.

Der Schexbräu überführt den Leichnam mit der Pferdekutsche vom Krankenhaus in Altötting ins Heimatdorf. Doch als die Trauergemeinde am offenen Grab steht, ist der Sarg immer noch nicht da …

Es war uns eine Ehre, für Sie zu spielen.