Das kann ja was werden!!

„Madame Kröterich oder es ist nicht leicht, ein Krötenmädchen zu sein“

Es war nie leicht, ein Krötenmädchen zu sein. Schon gar nicht in unserer kleinen Stadt. Gestern nicht und heute erst recht nicht. Und morgen? Ach, was weiß ich! Weil da ist man kein It-Girl und kein Next Top Modell. Man ist nicht mal Zoiglkönigin oder Karpfenprinzessin. Man ist Friederike die Kröte und damit basta.

Dabei ist sie sehr klug, die Friederike und mutig und voller Ideen. Hübsch ist sie auch noch, sehr hübsch sogar. Für eine Kröte, wohl gemerkt. Ach, was soll`s .

Aber wenn man den Vater verloren hat und die Mutter. Dann ist man eben alleine, sehr alleine!

Weil der Vater, das muss man wissen, ist vor ein paar Jahren von einem Storch angefallen worden. Der hat ihn mit einem Frosch verwechselt, aus Versehen. Mit einem Frosch! War eine angesehene Persönlichkeit in unserer Stadt, der alte Herr Kröterich. Sogar im Stadtrat, Kirchenverwaltung und Alles. Man hat ihn noch ins Klinikum nach Weiden gebracht, mit dem Hubschrauber. Aber hat nichts mehr geholfen.

Und die Mutter ist verschwunden, einfach verschwunden, schon vorher.

Gut, jetzt kümmert sich ein alter Freund des Vaters um sie. Fritz-Geraldo, die Bisamratte und sein Kumpel Black-Jack, der Maulwurf.

Aber Fritz-Geraldo nervt nur und Black-Jack findet alles aufwühlend, wahnsinnig aufwühlend! Ein Maulwurf eben.

Denn Friederike will Bergsteigerin werden, extrem! Erstbesteigung des Tischsteins im Waldnaabtal durch eine Kröte vom Fluss aus. Ohne Sauerstoff und so. Wie einst Reinhold Messner den Mount Everest.

Großer Aufmacher im „Neuen Tag“.

Oder Radrennen. Tour de France, mindestens!

Aber jetzt sitzt sie eingekerkert in den Felsenkellern von Neuhaus.

Fahrrad geklaut, Widerstand gegen die Staatsgewalt, das Hohe Gericht beleidigt und so weiter und so weiter….!

Es ist zum Verzweifeln. Wenn da nicht Paris wäre, der Sohn des Kerkermeisters. Ein Götterbild von einem Mann! Friederike hat sich sofort in ihn verknallt. Aber schon so was von verknallt. Welches Mädchen verknallt sich schon nicht in einen griechischen Gott, so in Marmor gehauen. Frag ich? Wenn Sie jetzt wissen wollen, wie das alles noch ein gutes Ende findet, oder ein tragisches, oder gar keines? Dann kommen Sie zu unserem Theater im Juni auf die Burg Neuhaus. Wir werden Sie kräftig durcheinander wühlen. Es wird ein aufwühlender Abend, sehr aufwühlend. Das verspricht Ihnen die Laienspielschar Windischeschenbach. Wir freuen uns auf Sie!

Autor: Hannes Rupprecht

Bühnenbild: Christian Mayerhöfer

Regie: Christian Mayerhöfer und Hannes Rupprecht

Termine auf Burg Neuhaus:

Premiere:                           Samstag, 18. Juni 2022

Weitere Termine:               Freitag, 24. Juni 2022

                                          Samstag, 25. Juni 2022

                                          Sonntag, 26. Juni 2022

Kartenvorverkauf: Ab 13. April 2022