Die Medaille 2013

„Die Medaille“ 

 von Ludwig Thoma 

“Gute, derbe Satire, frische Natürlichkeit, Heiterkeit”, empfahl damals der Theaterreformer Thoma den Münchner Bühnen. Dieses Rezept setzte er selbst gleich in die Tat um und schrieb den Schwank “Die Medaille”, die am 14. April 1900 druckfertig vorlag und ein Jahr danach am Münchner Residenztheater mit großem Eifer uraufgeführt wurde.

Thomas gut beobachtete Milieuschilderung zeigt auf satirische Weise die Kluft zwischen dem Beamtentum und den von ihr Regierten auf.

Dem Amtsdiener Neusigl soll für langjährige Dienste die silberne Verdienstmedaille verliehen werden. Im Hause des Bezirksamtmanns Kranzeder wird gegen den Willen der Ehefrau ein entsprechendes Fest vorbereitet, zu dem neben dem Jubilar auch einige Ökonomen, oder besser gesagt Bauern, eingeladen werden. Schließlich soll der erwartete Regierungsdirektor Steinbeißel sehen, dass man im Hause Kranzeder auch mit den unteren Schichten “guten Umgang” pflegt. Als besagter Regierungsdirektor endlich erscheint, ist das Fest bereits aus allen Fugen geraten.

Charaktere Darsteller
Steinbeißel, Regierungsdirektor Bertwin Fleck / Josef Prucker
Heinrich Kranzeder, Bgl. Bezirksamtmann Karlheinz Budnik
Amalia, seine Frau Silvia Sperber
Karl von Hingerl, Assessor Markus Hampl
Jakob Lampl,Metzgermeister Gerald Wildgans
Josef Hahnrieder,Ökonom Ludwig Müller
Johann Grubhofer, Ökonom Matthias Schönberger
Josef Merkl Thomas Weiß
Anton Häberlein, Lehrer Moritz Müller
Peter Neusigl, Bezirksamtsdiener Peter Budnik
Walburga Neusigl, seine Frau Renate Schönberger
Babette, Dienstmädchen Ramona Schricker
Anna, Dienstmädchen Karin Prucker

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.