Die Jagdvergab zu Paulersbrunn

„Die Jagdvergab zu Paulersbrunn“ 

oder: Das Wunder der heiligen Notburga

ein Schelmenstück von Hannes Rupprecht

spielt in einer Zeit Anfang des letzten Jahrhunderts, als jedes Dorf noch sein Wirtshaus, seinen Hochwürden, seinen Kramerladen, seinen Saubär, seinen Geißbock und seinen  Schullehrer hatte.

Am Stammtisch zum „Roten Ochsen“ unter dem großmächtigen Hirschgeweih, sitzen an einem Freitagabend der Vorstand der hiesigen Jagdgenossenschaft, der Rangasen Hans, so genannt wegen seiner großen Runkelrüben, und mehrere Bauern beim Dämmerschoppen und das in großer Sorge.

Indem das der langjährige Jagdpächter, der Prazenbauer, laut Auskunft der Wirtsresl, heute in aller Herrgott‘s Frühe zum Spital nach Tirschenreuth aufgebrochen ist. Und wenn der Prazenbauer, der sein Leben lang nie einen Doktor gebraucht hat in‘s Spital nach Tirschenreuth einrückt und „grad krümmt hat er sich auf seinen Steierwag‘l vor lauter Wehdam“, sagt die Wirtsresl „und nicht einmal mehr auf den Pfarrer wartet wegen der letzen Ölung“, ist diese Sorge berechtigt.

Außerdem steht nächsten Freitag die Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft  mit Neuwahlen und Jagdpachtverlängerung an. Wenn jetzt der Prazenbauer nicht mehr lebendig aus dem Spital zurückkehrt, was zu befürchten ist, ist guter Rat teuer.

Da kann nur noch ein Wunder helfen.

Charaktere Darsteller
Der Prazenbauer, Großbauer und Jagdpächter Johannes Vollath
Der Rotzenbauer, Großbauer und Mitjäger Bertwin Fleck, Gerald Wildgans
Der Rangasen Hans, Bauer und Vorstand der Jagdgenossenschaft Josef Prucker
Der Wiesenhofer, Bauer Hannes Rupprecht
Der Goasbartl, Kleinhäusler (Kühpritscher) Peter Budnik
Der Schreinermichl, Dorfschreiner German Beer
Der Schulmoister, Dorflehrer Ludwig Müller
Die Wirt´s Resl, Wirtin zum Roten Ochsen Renate Schönberger
Die Kathi, Kellnerin beim Roten Ochsen Astrid Sittl

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